Kolumne

Warum in Berlin viele Wahlplakate im falschen Kiez aufgehängt sind

Unser Kolumnist wundert sich schon lange nicht mehr, dass die Poster so inhaltsleer sind. Ihm ist aber aufgefallen, dass die Parteien sehr feige plakatieren.

Jens Blankennagel
Jens Blankennagel
3 Min
Zwei Parteien, zwei Plakate, aber die drei Farben darauf sind gleich.

Zwei Parteien, zwei Plakate, aber die drei Farben darauf sind gleich.

© Jens Blankennagel/Berliner Zeitung

Der Tag der Tage dieses Wahlkampfs war der Sonntag: Ab 12 Uhr durften die Parteien ihre Plakate offiziell aufhängen. Seither ist viel über die dieses Mal inhaltlich besonders sinnfreien Plakate berichtet worden. Aber die wichtigste Frage wird nicht debattiert: Warum hängen fast alle Plakate im falschen Kiez?

Bevor wir uns dieser Frage nähern, erst mal zu einer interessanten Kleinigkeit, die einiges über eine Partei erzählt, die seit 37 Jahren mitregiert. Eigentlich kommen SPD-Plakate meist im klassischen Rot der Arbeiterfahne daher, aber ausgerechnet jene mit dem Spitzenkandidaten Steffen Krach sehen anders aus. Er trägt kein rotes T-Shirt, sondern Schwarz.

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