Von „den Ostdeutschen“ zu sprechen, ist ja bereits eine Vereinfachung. Je nachdem, ob Wohnort, Geburtsort, Sozialisation, familiäre Herkunft oder Selbstverständnis zugrunde gelegt werden, gelten zwischen 16,7 und 26,1 Prozent der Bevölkerung als ostdeutsch.
Hinzu kommen erhebliche Unterschiede zwischen Stadt und Land, zwischen den Generationen sowie zwischen strukturstarken und strukturschwachen Regionen. Ostdeutschland ist keine homogene Erfahrungswelt.
Ost und West
Was bleibt – Welche Erlebnisse Ostdeutsche bis heute prägen
35 Jahre nach der Wende sind Unterschiede zwischen Ost und West nicht verschwunden. Historische Erfahrungen wirken fort – als biografische Prägungen, soziale Praktiken und politische Erwartungen.
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Wartburg-Treffen in Eisenach: Bis heute sind Menschen im Osten geprägt von Pragmatismus in vielen Lebensbereichen.
© Martin Schutt/dpa
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