Porträt

Was die DDR-Medizin besser machte – und was nicht: Berliner Ex-Klinikdirektor zieht Bilanz

Erst Charité, dann Park-Klinik Weißensee: Hans Behrbohm über seine Zeit als Bühnenarzt und Krankenhäuser zwischen Staat und Markt.

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Hans Behrbohm, ehemaliger ärztlicher Direktor der Park-Klinik Weißensee, über den Dächern der Hauptstadt.

Hans Behrbohm, ehemaliger ärztlicher Direktor der Park-Klinik Weißensee, über den Dächern der Hauptstadt.

© Stephanie Steinkopf/Ostkreuz

Plötzlich war die Stimme weg. Papageno bekam kaum noch einen Ton heraus – ausgerechnet eine der tragenden Figuren in Mozarts „Zauberflöte“. Die Premiere geriet akut in Gefahr, die Komische Oper Berlin wandte sich an die Charité. Deren Spezialisten befanden sich auf einem Kongress. Ein junger Hals-Nasen-Ohren-Arzt sprang ein. Er behandelte die Stimmbänder wieder und wieder und mit Erfolg. Die Premiere fand statt.

Hans Behrbohm war damals der junge Arzt. Er hat dieser Tage von jenem Einsatz Anfang der 80er-Jahre erzählt. Der 71 Jahre alte Professor hat auf sein Berufsleben zurückgeblickt, auf fünf Jahrzehnte, in denen sich das Gesundheitswesen stark veränderte. Behrbohm begann seine Karriere an der Charité im staatlich gelenkten System der DDR. Er erlebte die Wende, den Bruch, dem unter anderem die Polikliniken zum Opfer fielen.

Behrbohm gehörte zur Belegschaft der ersten Neugründung eines Krankenhauses in der wiedervereinigten Stadt, als es den Betrieb aufnahm – der Park-Klinik Weißensee. Er sollte dort Chefarzt und später ärztlicher Direktor werden.

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