Last man standing – der letzte seiner Art. Gebaut aus dem vielleicht letzten Schnee dieses Winters. Es waren keine Massen mehr, die da vom Himmel gefallen waren, eher ein schöner feiner Zuckerguss zum Finale der kalten Jahreszeit. Auf dem nächtlichen Weg durch den Prenzlauer Berg stand er da, dieser Schneemann. Vor einer Imbissbude hatte jemand auf dem Tisch die kleine weiße Figur gebaut – sogar mit zwei kleinen Ärmchen, so, als könnte er zum Abschied winken.
Ich ging weiter, knackige sechs Grad minus. Überall Schnee, aber überall auch Streusand oder Splitt, und weil ich mehr als eine Stunde durch die Nacht lief, wurde mir klar, welche gigantischen Mengen Splitt sich im ersten echten Winter seit mehr als zehn Jahren so auf den Straßen angesammelt haben müssen. Manchmal lag er fein säuberlich über den Gehweg verstreut, mal waren es knöchelhohe Haufen.
Kolumne
Was wird eigentlich aus den hunderten Tonnen Streusand von den Straßen Berlins?
Am Ende des ersten echten Winters seit vielen Jahren liegen gigantische Massen an Splitt herum. Unser Kolumnist hat nachgefragt, ob der auf den Müll fliegt.
3 Min
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Der letzte Schneemann des Jahres hatte sogar Ärmchen.
© Jens Blankennagel/Berliner Zeitung
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