Havarie

Großer Wasserrohrbruch in Siemensstadt: Das ist bisher bekannt

Die Feuerwehr ist im Großeinsatz. Etwa 1200 Anwohner sind von dem Rohrbruch betroffen.

Andreas Kopietz Alexandra Gretschichin
3 Min
Wasserrohrbruch in Siemensstadt in Spandau

Wasserrohrbruch in Siemensstadt in Spandau

© Max vom Hofe/Berliner Zeitung

Im Spandauer Ortsteil Siemensstadt hat es einen großen Wasserrohrbruch gegeben. Die Berliner Feuerwehr ist noch immer im Großeinsatz. Gegen 2.30 Uhr wurde sie in den Bereich Siemensdamm Ecke Wernerwerkdamm beziehungsweise Ohmstraße alarmiert.

Nach Angaben der Feuerwehr liefen 14 Wohnhäuser sowie ein Industriegebäude mit Wasser voll – teilweise bis unter die Kellerdecke. Auch das Frischwasser wurde zeitweise abgestellt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sind etwa 1200 Anwohner betroffen. Die Feuerwehr war in der Spitze mit rund 60 Kräften im Einsatz. Die Stromnetz Berlin GmbH stellte aus Sicherheitsgründen in mehreren Straßenzügen und einem angrenzenden Industriegebiet zeitweise den Strom ab.

In dieser Baugrube brach ein 30 Zentimeter starkes Wasserrohr.

In dieser Baugrube brach ein 30 Zentimeter starkes Wasserrohr.

© Berliner Wasserbetriebe

Wohnhäuser und Industriegebäude sind vollgelaufen

Nach Angaben von Stephan Natz, dem Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, gab es „einen massiven Wasseraustritt“ am Wernerwerkdamm 16. Wegen der Schlamm- und Wassermengen war es für die Arbeiter der Wasserbetriebe schwer, die eigentliche Schadstelle zu lokalisieren. Dort liegen ein Rohr aus Stahl mit einem Innendurchmesser von 800 Millimetern sowie ein gusseisernes Rohr mit einem Innendurchmesser von 300 Millimetern. Es ist an der Stelle mit einem neueren Rohr aus duktilem Gusseisen verbunden, das etwas flexiblere Eigenschaften als starres Gusseisen aufweist.

Die Feuerwehr ist mit dem Leerpumpen der Keller beschäftigt.

Die Feuerwehr ist mit dem Leerpumpen der Keller beschäftigt.

© Max vom Hofe/Berliner Zeitung

Es war auch möglich, dass der Wasseraustritt aus einer Baustelle für einen neuen größeren Hausanschluss kam, der aber durch den Rohrbruch weggespült wurde. Letztendlich war es laut Natz das 300-Millimeter-Rohr in der Baustelle für den Hausanschluss. Am Nachmittag waren nach seinen Worten die betroffenen Haushalte wieder mit Frischwasser versorgt.

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Häuser bekamen Risse

Viele Straßen sind mit dickem Schlamm überzogen. Er habe es rauschen hören und gesehen, dass die Straße unter Wasser stand, sagte Anwohner Markus E. „Unser Keller stand bis unter die Decke unter Wasser. Alles ist ruiniert, auch das nagelneue Werkzeug.“ Auch die Autos hätten in dieser Straße im Wasser gestanden, teils sei das Wasser in den Autos gewesen.

Die Feuerwehr war bis zum Nachmittag dabei, das Wasser aus den Kellern abzupumpen. Weil mehrere Häuser Risse bekommen haben, untersuchten Statiker der bezirklichen Bauaufsicht die Bauwerke. Diese wurden schließlich als sicher eingeschätzt.

Beim Wasserrohrbruch in Siemensstadt standen die Autos tief im Schlamm.

Beim Wasserrohrbruch in Siemensstadt standen die Autos tief im Schlamm.

© Max vom Hofe/Berliner Zeitung

Wasserrohrbruch in Siemensstadt in Spandau

Wasserrohrbruch in Siemensstadt in Spandau

© Max vom Hofe/Berliner Zeitung

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