Im Trinkwasser der brandenburgischen Stadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel ist eine erhöhte Konzentration von Bromat gemessen worden. Der Landkreis untersagte bis auf Widerruf den Verzehr des Leitungswassers.
„Das Trinkwasser ist bis auf Widerruf nicht zum Verzehr geeignet“, teilte der Landkreis Oberhavel in einer Warnmeldung mit. Es dürfe ausschließlich für die Körperhygiene und zur Reinigung genutzt werden. Eine Verwendung zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Kochen sowie zum Waschen oder Abspülen von Lebensmitteln sei bis auf Weiteres nicht zulässig, hieß es weiter.
Bromat, ein Salz der Bromsäure, gilt nach Angaben von Gesundheitsbehörden als möglicherweise krebserregend. Bei Säuglingen und Kleinkindern sei besonders darauf zu achten, dass beim Duschen oder Baden kein Leitungswasser verschluckt werde, warnte der Landkreis.
Ursache noch unklar
Die Überschreitung des Grenzwertes sei erstmalig festgestellt worden, teilten die Stadtwerke Zehdenick im Internet mit. Weitere Labore seien mit der Prüfung beauftragt worden. Bromat entstehe den Angaben zufolge durch die Aufbereitung von Wasser mit Ozon. Ein solches Verfahren komme im örtlichen Wasserwerk jedoch nicht zum Einsatz. Nun solle geklärt werden, wie es zu dem erhöhten Wert kam.
Zunächst seien Kitas und Schulen informiert worden, damit vorsorglich kein Leitungswasser getrunken werde, erklärten die Stadtwerke. Es gebe aber keinen Grund zur Sorge. Man stehe im Austausch mit dem Gesundheitsamt und stimme weitere notwendige Schritte ab. (mit dpa)
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