Am 20. Oktober 1961 unterschrieben Union und FDP in Bonn den ersten schriftlichen Koalitionsvertrag in der Geschichte der Bundesrepublik. In rund 18.000 Schreibmaschinenanschlägen bekannte man sich unter anderem zur Stärkung des NATO-Bündnisses und zur wirtschaftlichen Integration Europas. Auch Regeln der Zusammenarbeit wurden vereinbart. Die Koalitionsfraktionen, hieß es beiläufig, dürften „nicht mit wechselnden Mehrheiten abstimmen“. Es galt der Koalitionszwang.
Parteien
Wechselnde Mehrheiten statt Koalitionszwang
Christian Stecker
10 Min
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Der FDP-Vorsitzende Erich Mende (l) und Bundeskanzler Konrad Adenauer stehen kurz vor Beginn der gemeinsamen Koalitionsverhandlungen von 1961 vor dem Bundeskanzleramt in Bonn (Archivfoto vom 12.10.1961).
© DB
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