Ab Sonntag

Wegen Corona: Berlin setzt Ersatzfreiheitsstrafen erneut aus

Es soll verhindert werden, dass das Coronavirus in die Gefängnisse gelangt. Bereits in der ersten und zweiten Welle wurden Inhaftierungen ausgesetzt.

Team News dpa/dak
1 Min
Dirk Behrendt scheidet mit seinem Ende als Justizsenator aus dem Abgeordnetenhaus aus (Archivbild).

Dirk Behrendt scheidet mit seinem Ende als Justizsenator aus dem Abgeordnetenhaus aus (Archivbild).

© dpa/Fabian Sommer

Es geht dabei um Menschen, die etwa wegen Fahren ohne Fahrschein oder kleineren Ladendiebstählen zu Geldstrafen verurteilt wurden. Zahlen sie die Strafe nicht, müssen sie eine Zeit im Gefängnis absitzen. Zuletzt saßen 385 Menschen wegen einer Ersatzfreiheitsstrafe im Gefängnis.

Solche Vollstreckungsaufschübe gab es bereits mit Beginn der ersten und zweiten Corona-Welle. Einem Teil dieser verurteilten Menschen, rund 2700 Betroffenen, erließ Behrendt dann im vergangenen Sommer die Strafe. Der Justizsenator scheidet mit dem Wechsel der Landesregierung aus dem Amt, er ist dann auch kein Abgeordneter mehr wie früher. Behrendt könnte aber in seinen Beruf als Richter zurückkehren.

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