Folgen der Pandemie

Wegen Corona: Berliner und Brandenburger ziehen an die Ostsee

Der hohe Zuzug aus der Region Berlin ist offenbar darauf zurückzuführen, dass die Corona-Maßnahmen in der Großstadt als besonders einschränkend erlebt wurden.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
2 Min
Das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Auch wegen Corona verzeichnet die Ostsee-Region plötzlich Zuzüge aus Berlin und Brandenburg. Dies war vorher nicht der Fall.

Das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Auch wegen Corona verzeichnet die Ostsee-Region plötzlich Zuzüge aus Berlin und Brandenburg. Dies war vorher nicht der Fall.

© imago/Ronald Krumbholz

So zogen 1734 Frauen, Männer und Kinder aus Berlin und Brandenburg in die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte. Das sei knapp zwei Drittel des gesamten Zuzuges. Durch den Zuzug stieg die Einwohnerzahl in beiden Landkreisen erstmals seit Jahren wieder – um etwa 130 Einwohner.

Der hohe Nettozuzug aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist laut IHK darauf zurückzuführen, dass die Corona-Maßnahmen in dicht besiedelten Regionen als besonders einschränkend wahrgenommen wurden.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts lebten Ende 2020 in beiden Landkreisen insgesamt 493.830 Einwohner, rund 130 mehr als 2019. Davon entfielen auf Vorpommern-Greifswald 235.773 Menschen, 150 mehr als 2019, und auf den nach Fläche bundesweit größten Kreis – die Seenplatte – 258.057 Einwohner, 17 weniger als Ende 2019.

Beide Regionen leiden seit 1990 unter Abwanderung junger Leute, so dass die Geburten stark sanken und der Altersdurchschnitt stark gestiegen war. Die IHK vertritt die interessen von rund 25.000 Firmen aus beiden Großkreisen.

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