Die Bergwacht Bad Schandau hat drei junge Wanderer aus einer Notlage in der Häntzschelstiege in den Affensteinen befreit. Zwei Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren sowie ein 19-jähriger Mann trauten sich im oberen Abschnitt des Klettersteigs nach eigenen Angaben weder vor noch zurück und setzten einen Notruf ab.
Sechs Einsatzkräfte rückten laut Bergwacht aus. Am zunächst gemeldeten Einsatzort war die Gruppe jedoch nicht auffindbar. Erst nach einer weiteren Kontaktaufnahme stellte sich heraus, dass sich die drei im oberen Teil der Häntzschelstiege aufhielten. Die Retter änderten daraufhin ihren Zustieg und erreichten die Wanderer.
Die Jugendlichen saßen am Ende der ersten Eisenleiter in einer Höhle. Nach Darstellung der Bergwacht waren sie ohne Sicherung, ohne Helm und ohne Licht unterwegs sowie teilweise nur leicht bekleidet.
Rückführung mit Seilsicherung über die Eisenleiter
Die Einsatzkräfte statteten die drei zunächst mit Gurten, Helmen und Stirnlampen aus. Anschließend wurden sie einzeln mit Seilsicherung über die Eisenleiter zurück auf die Affensteinpromenade geführt und von dort über die Wilde Hölle zur Unteren Promenade begleitet. Einsatzfahrzeuge brachten die Gruppe schließlich zum Ausgangspunkt am Beuthenfall zurück.
Ursprünglich war die Gruppe zu fünft am Beuthenfall gestartet, um den Sonnenuntergang im oberen Bereich der Affensteine zu erleben. Laut Bergwacht bekam der 19-jährige Mann unterwegs Höhenangst und traute sich nicht weiter. Zwei seiner Begleiter hätten zunächst allein aufsteigen wollen, seien dann aber bei ihm geblieben und hätten den Notruf abgesetzt.
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