Einer der führenden Berater von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist wegen eines Leaks im Verteidigungsministerium beurlaubt und aus dem Pentagon eskortiert worden. Dabei handelt es sich um Dan Caldwell, wie Reuters und die New York Times unter Berufung auf US-Beamte berichten. Caldwell wurde aufgrund einer „unbefugten Offenlegung“ beurlaubt, wie ein Regierungsbeamter gegenüber der Nachrichtenagentur erklärte.
Caldwell hatte Hegseth in dem Signal-Chat vertreten, in dem hochrangige Regierungsbeamte, darunter Vizepräsident J.D. Vance, im vergangenen Monat Pläne für einen Angriff auf die Huthi-Miliz im Jemen erörterten. Ein Atlantic-Journalist war versehentlich zu dem Chat hinzugefügt worden, was dazu führte, dass Einzelheiten der Unterhaltung, einschließlich Screenshots, im Magazin veröffentlicht wurden und einen Skandal auslösten.
Im vergangenen Montag hatte das US-Pentagon im Zusammenhang mit Enthüllungen um einen Besuch von Elon Musk eine Untersuchung eingeleitet, die auch Lügendetektortests umfasste. Berichten zufolge sollte der Verbündete Trumps an einem Briefing des Verteidigungsministeriums über Pläne für einen möglichen Krieg der USA mit China teilnehmen. Musk und Trump hatten zwar das geplante Treffen bestätigt – beide bestritten jedoch, dass ein solcher Plan bei der Sitzung erörtert werden sollte.
Laut einer auf der Website des Pentagons veröffentlichten Mitteilung wurden damals im Rahmen der Untersuchung der „jüngsten unbefugten Offenlegung von Informationen zur nationalen Sicherheit“ Lügendetektoren eingesetzt. Es ist nicht bekannt, ob Caldwells Beurlaubung mit einem der beiden Vorfälle zusammenhängt.
Caldwell, ein Veteran der US-Marine, der im Irak eingesetzt worden war,
hatte Hegseth wiederholt auf Reisen und zu Treffen mit Staats- und Regierungschefs begleitet. Später hatte er den Irak-Krieg als „monströses Verbrechen“ bezeichnet. Zudem hatte er sich gegen weitere Militärhilfe für die Ukraine ausgesprochen und einen Rückzug der US-Armee aus Europa befürwortet.
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