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Wegen Starlink-Sperre für Russland? Ukraine soll größere Geländegewinne erzielt haben

Die Ukraine verzeichnet einem Bericht zufolge die größten Geländegewinne in kurzer Zeit seit Jahren. Dabei soll auch Starlink eine Rolle spielen.

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Soldaten bereiten während einer Übung in der Nähe der Frontlinie in der Region Saporischschja ein Panzerabwehrraketensystem FGM-148 Javelin vor.

Soldaten bereiten während einer Übung in der Nähe der Frontlinie in der Region Saporischschja ein Panzerabwehrraketensystem FGM-148 Javelin vor.

© Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/AP/dpa

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Woche zwischen Mittwoch und Sonntag offenbar Geländegewinne erzielt. In diesem Zeitraum wurden 201 Quadratkilometer ukrainisches Staatsgebiet zurückerobert, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Daten der US-amerikanischen Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW).

Nach AFP-Angaben hat die Ukraine seit Juni 2023 nicht mehr so viel Fläche in kurzer Zeit zurückgewonnen. Die jüngst zurückeroberte Fläche entspriche demnach fast den gesamten russischen Geländegewinnen des Monats Dezember, die bei 244 Quadratkilometern lagen.

Starlink-Nutzung durch Russland: Elon Musk kündigte „Maßnahmen“ an

„Diese ukrainischen Gegenangriffe nutzen vermutlich die jüngste Blockade des Starlink-Zugangs russischer Streitkräfte aus“, erklärte das ISW unter Verweis auf russische Militärblogger, laut denen die Sperre für Russland Kommunikationsprobleme an der Front verursache.

Nach ukrainischen Angaben umgingen russische Drohnen zuvor mithilfe von Starlink elektronische Störsysteme und konnten so Ziele in der Ukraine präziser treffen. Space X-Chef Elon Musk kündigte daraufhin „Maßnahmen“ an, um die Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen.

Ohne den Zugang zu dem Satellitennetzwerk verzeichnete das ISW in der vergangenen Woche lediglich am 9. Februar russische Geländegewinne. An allen übrigen Tagen machte die ukrainische Seite Boden gut. Nach ukrainischen Angaben soll Russland versuchen, alternative Satellitensysteme einzusetzen.

Die in der vergangenen Woche verzeichneten ukrainischen Rückeroberungen konzentrieren sich laut AFP vor allem auf eine Zone rund 80 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja, in der russische Truppen seit dem Sommer 2025 stark vorgerückt waren. Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow erklärte am Montag, Russland habe eine Offensive der ukrainischen Streitkräfte in der Region abgewehrt, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete.

Mitte Februar kontrollierte Russland nach AFP-Angaben 19,5 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets ganz oder teilweise, gegenüber 18,6 Prozent ein Jahr zuvor. Rund sieben Prozent, darunter die Krim und ein Teil des Donbass, standen bereits vor Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 unter russischer Kontrolle.

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Am Dienstag und Mittwoch finden in Genf erneute Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA statt. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte im Vorfeld, man wolle einen „breiteren Fragenkomplex“ erörtern als bei den vorangegangenen Treffen in Abu Dhabi. Dazu gehörten „die Hauptfragen, die Territorien betreffen, und alles Weitere“, das mit den Forderungen Moskaus zusammenhänge. (mit AFP)

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