Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder kommen am Donnerstag zu einer Sonderkonferenz am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zusammen. Auf der Tagesordnung stehen nach Angaben des Berliner Senats die Stärkung der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Ausbau der Drohnentechnologie auf früheren NVA-Militärflugplätzen, bessere Bahnverbindungen Richtung Osten sowie zusätzliche Langstreckenflüge am BER.
Gastgeber des Treffens ist Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). An den Gesprächen in Schönefeld nehmen auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, teil. Danach besuchen die Politiker die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung am BER.
Doch in der ostdeutschen Landeschef-Runde fehlt eine Poltikerin. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD) bleibt dem Termin fern. Der Grund: Terminkollision! Als Landeschefin von MV hält sie heute eine Rede anlässlich des ersten Rammschlags (ein martitimer Spatenstich) für die Herrichtung eines alten Werftbeckens für einen maritimen Gewerbepark in Rostock-Warnemünde. Zuvor hielt Schwesig bei der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock ein Grußwort, wie der Regierungssprecher Andreas Timm dieser Zeitung am Donnerstag mitteilte. In Berlin wird sie vertreten von der Bevollmächtigten des Landes und Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten, Jutta Bieringer.
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Ost-Miniserpräsidenten arbeiten mit Clean Aviation zusammen
Auf der Messe werden nach Angaben der Veranstalter neue Produkte und Innovationen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung präsentiert. Die ILA ist bis Freitag dem Fachpublikum vorbehalten, am Samstag und Sonntag steht sie allen Besuchern offen.
Zum Auftakt der Messe haben Brandenburg, Sachsen und das europäische Forschungsprogramm Clean Aviation eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Wie das Brandenburger Wirtschaftsministerium mitteilte, soll die Entwicklung emissionsarmer Flugzeugtechnologien vorangetrieben werden. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen demnach hybrid-elektrische Regionalflugzeuge, effiziente Kurz- und Mittelstreckenmaschinen sowie wasserstoffbetriebene Luftfahrzeuge.
Brandenburgs Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer sprach von einem wichtigen Schritt für die Luftfahrtregionen Brandenburg und Sachsen. Sachsens Staatssekretär Sebastian Scheel erklärte, die Absichtserklärung gebe Unternehmen und Forschungseinrichtungen Rückenwind. Eine besondere Rolle komme der Lausitz mit Forschungseinrichtungen an der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden zu.
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