Stellen Sie sich vor, ein Manager hätte sein Unternehmen mehr schlecht als recht durch die schwerste Krise seit Jahren manövriert – und niemand im Aufsichtsrat könnte sagen, wo er an jenem entscheidenden Morgen eigentlich war. Genau dieses Kunststück gelingt der Berliner CDU. Und wenn sie an der Spree zusammenkommt, um Kai Wegner ein zweites Mal zu ihrem Spitzenkandidaten zu küren, dann nominiert sie einen Bürgermeister, der in den vergangenen Monaten zwei Dinge eindrucksvoll bewiesen hat: dass er als Krisenmanager nicht existiert – und als Aufklärer seiner eigenen Rolle erst recht nicht. Es ist eine Nominierung gegen die Faktenlage, gegen die Umfragen, gegen die eigene Glaubwürdigkeit. Eine Partei auf Autopilot.
Berlin-CDU
Wegners Wahrheit: Darum hält die CDU an ihrem angeschlagenen Bürgermeister fest
Die CDU setzt auf Kai Wegner, obwohl er beim Stromausfall versagte. Seine Glaubwürdigkeit ist zerstört – und seine Partei schaltet auf Autopilot. Ein Kommentar.
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„Die Menschen erwarten jetzt Ergebnisse“, sagt Wegner. Aber liefert er sie?
© Carsten Koall/dpa
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