O du lesefreundliche Zeit!

Welche Bücher gehören auf den Wunschzettel?

Von Jenny Erpenbeck bis Angela Merkel, von Jens Bisky bis Clemens Meyer: Mitglieder der Redaktion der Berliner Zeitung geben Tipps zu Weihnachten.

Aus der Redaktion
12 Min
Jetzt ist die Zeit, ans Schenken zu denken: Ein Buch unterm Baum macht Freude und gibt auch den kommenden Wochen Sinn.

Jetzt ist die Zeit, ans Schenken zu denken: Ein Buch unterm Baum macht Freude und gibt auch den kommenden Wochen Sinn.

© Klara Bezug für Berliner Zeitung am Wochenende

Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur
Timon Karl Kaleyta: Heilung
(Piper, 208 Seiten, 22 Euro)
Kaleytas Roman war der Überraschungserfolg des Sommers. Das Buch beschreibt die Probleme eines Mannes, der alles hat, aber dennoch nicht so richtig glücklich werden will. In einer Klinik in der Schweiz geht er seinen Problemen auf den Grund. Ein humorvoller Roman mit Tiefgang. Schön, dass auch in politisch brisanten Zeiten solche Texte ihre Leser finden.

Angela Merkel: Freiheit: Erinnerungen 1954 – 2021
(Kiepenheuer & Witsch, 736 Seiten, 42 Euro)

Die ehemalige Bundeskanzlerin will an ihrem Geschichtsbild mitschreiben und liefert eine umfassende Autobiografie. Weite Teile dieses Sachbuchs sind nicht gerade nobelpreisverdächtig. Und doch sind die Erinnerungen schonungslos und ehrlich – gerade wenn es um Merkels Russlandpolitik geht. Ein Schmöker für die S-Bahn.

Behzad Karim Khani: Als wir Schwäne waren
(Hanser Berlin, 192 Seiten, 22 Euro)

Khani ist einer der profiliertesten Geschichtenerzähler der jüngeren Generation in Deutschland – und neuerdings Kolumnist der Berliner Zeitung. Sein zweiter Roman ist poetischer, ruhiger, reflektierter als das Erstlingswerk. Es geht um einen Exiliraner, der im Ruhrgebiet aufwächst und sich an Deutschland reibt. Der Roman der Stunde.

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