Es ist schon wieder passiert. Ich habe mir selbst eine Diagnose gestellt – Endowment-Effekt. Und das kam so: Ich leide an Trennungsschmerz. Dabei ist es noch gar nicht zur Trennung gekommen. Noch steht der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und erfreut sich einer gesunden Nadelfarbe.
Genau das ist allerdings das Problem. Während die ersten Bewohner meiner Straße bereits am 26. Dezember um 24 Uhr ihre Nordmanntanne auf dem Gehweg entsorgt haben, macht mich der Gedanke tieftraurig, meinen treuen Begleiter durch die Feiertage seinem endgültigen Exitus durch Verbrennen in einem Heizkraftwerk zu überantworten.
Hypochonder-Glosse
Weihnachtsbaum entsorgen: Das sagt der Zeitpunkt über Ihren Charakter aus
Manche werfen ihren Weihnachtsbaum schon am 26. Dezember weg. Andere verpassen den letzten Abholtermin, wieder andere vertrauen auf den IKEA-Effekt.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Thomas Schulze, Kraftfahrer bei den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR), entsorgt in Berlin-Hohenschönhausen ausgediente Weihnachtsbäume.
© Fabian Sommer/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*