Wenn die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet, wie viel Geld für eine gute Schule nötig ist, darf man sich auf einiges gefasst machen. Die Berechnung, die der GEW-Vorsitzende Hartmut Schurig gestern präsentierte, kam auf stolze 660 Millionen Euro. Jährlich. Schon jetzt gibt Berlin pro Jahr gut zwei Milliarden Euro für Bildung aus. Doch Schurig will mehr: Kleinere Klassen, der Ausbau des Ganztagsbetriebs in den Klassen 5 und 6, mehr Erzieher sowie eine Lehrervertretungsreserve von zehn Prozent. Auch die Lernmittelfreiheit soll wieder her. Dafür müsste Berlin zwingend seine Steuereinnahmen erhöhen, so Schurig.Laut GEW werden derzeit 4,7 Prozent des Berliner Bruttoinlandsproduktes in die Bildung investiert. Im Bundesdurchschnitt seien es nur 4,5 Prozent. Deutschland belege dabei nur Platz 20 von 28 OECD-Staaten. Auf dem Bildungsgipfel 2008 seien deutliche Steigerungen vereinbart worden, so Schurig. (mak.)
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