Die Sonne scheint, kein Wölkchen trübt den Himmel über Berlin. Endlich Sommer, denkt man sich und verlässt beschwingt das Haus, um einen Spaziergang durch die pufferjackenfreie Hauptstadt anzutreten. Und just in dem Moment, als „Summer in the City“ von Quincy Jones durch die Earpods perlt, wird man von einem Dutzend weißer Waden gestoppt, die das Trottoir blockieren.
Sie gehören zu männlichen Touristen mittleren Alters, die auf ihre Handys in Lederhüllen schauen. Die Herren tragen Hosen, die kurz unter dem Knie enden, und Sneaker mit Füßlingen. Ihre Bäuche wölben sich unter prall bedruckten Camp-David-T-Shirts und kurzärmeligen karierten Hemden. Baseballcaps in üblen Farben krönen ihre Häupter. Die Männer sehen aus, als seien sie gekommen, um jemandem beim Renovieren zu helfen.
Uglymeter Berlin
Weiße Waden und Camp David: Berlin-Touristen im modischen Sommerloch
Wenn es heiß wird, liegen in Berlin die Beine frei. Insbesondere die Outfits der Touristen lassen zu wünschen übrig. Dabei wäre es doch so einfach.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
In Berlin zu Gast: Cargohosen oder Jeans, die in Kniehöhe enden, sind bei unseren Touristen besonders populär.
© Sabine Röthig
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*