Weiter Lebensgefahr

Flüchtling wird heute operiert

BLZ
2 Min

Der Afrikaner, der sich am Montag aus Angst vor Abschiebung in der Ausländerbehörde mit Benzin übergossen hatte, wird heute operiert. Es besteht nach wie vor Lebensgefahr, sagte Sina Vogt, Sprecherin des Unfallkrankenhauses Marzahn. Besonders problematisch sei, dass das gesamte Gesicht des 34-Jährigen aus Sierra Leone durch schwerste Brandwunden entstellt sei. Durch die Brandverletzungen seien auch Herz und Kreislauf massiv angegriffen. Erst nach der bevorstehenden Operation ließe sich Genaueres über die Genesungschancen sagen. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) will wegen des Vorfalles in allernächster Zeit mit dem Leiter der Ausländerbehörde zusammenkommen. Es muss geklärt werden, ob in der Behörde am Friedrich-Krause-Ufer in Tiergarten Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind, sagte die Sprecherin der Senatsinnenverwaltung Henrike Morgenstern. Druck machen auch der Personalrat und die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Der Personalrat kündigt eine Umfrage unter den 293 Mitar-beitern an. Die hundert Beschäftigten, die sich allein um Asyl- und Abschiebungsfragen kümmern, seien vom Publikum nach wie vor durch Glasscheiben getrennt. Behördenintern gibt es aber nach GdP-Angaben eine hitzige Diskussion, ob sich die Ausländerbehörde ähnlich wie andere Ämter noch publikumsfreundlicher orientieren sollte. Dann müssten auch die letzten Barrieren noch abgebaut werden. Bereits vor Monaten waren einige wenige Sicherheitsleute, die am Eingang der Behörde Stichprobenkontrollen durchführten, abgezogen worden. Gewerkschaft und Personalrat möchten eine dauerhafte Bewachung durchsetzen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner