Nach Bekanntwerden eines möglichen Abrechnungsbetrugs in den Medizinischen Versorgungszentren der DRK-Kliniken hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) "eine Welle von Hinweisen" auf weitere gefälschte Abrechnungen in anderen ambulanten Arztzentren erhalten. "Ärzte haben sich selbst angezeigt oder ein mögliches Fehlverhalten von Kollegen mitgeteilt", sagte am Freitag der stellvertretende KV-Chef Uwe Kraffel. Die KV prüfe nun, ob an den Vorwürfen etwas dran sei und werde gegebenenfalls die Polizei einschalten.In der vergangenen Woche wurden ein Chefarzt und zwei Manager der DRK-Kliniken festgenommen. Ihnen wird Abrechnungsbetrug in 128 Fällen und in 56 Fällen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen Assistenzärzte für Behandlungen eingesetzt haben, die nur Fachärzte hätten durchführen dürfen. Abgerechnet wurde jedoch unter dem Namen der Fachärzte. Der Schaden wird auf weit über eine Million Euro geschätzt. (tt.)
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