Im Landkreis Spree-Neiße und Dahme-Spreewald wurden erneut Fälle der für Geflügel hoch ansteckenden Newcastle-Krankheit festgestellt, wie das brandenburgische Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Betroffen sind ein Legehennenbetrieb in Roggosen mit rund 270.000 Hennen sowie ein Kleinstbestand mit sechs Tieren. Während fünf der Hühner des Kleinstbestands bereits verendet waren, wurde das letzte Tier tierschutzgerecht getötet. Die Newcastle-Krankheit, auch als atypische Geflügelpest bekannt, wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.
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Bereits wenige Tage zuvor war im Landkreis Dahme-Spreewald ein schwerwiegender Ausbruch gemeldet worden, bei dem etwa 885.000 Hühner eines Legehennenbetriebs vorsorglich getötet wurden. Dies war der erste größere Ausbruch in Brandenburg seit 30 Jahren. Nach dem aktuellen Fall in Roggosen wurden die Reichweite der Schutz- und Überwachungszonen erweitert, die nach den Vorfällen in Dahme-Spreewald eingerichtet wurden. Innerhalb eines Radius von drei Kilometern gelten strenge Schutzzonen, während im Umkreis von zehn Kilometern Überwachungszonen eingerichtet wurden. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem Transportverbote sowie verschärfte Hygieneregeln in den betroffenen Gebieten.
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Das Virus, das nahezu alle Vogelarten infizieren kann, verläuft für die Tiere häufig tödlich. Menschen sind jedoch nicht direkt gefährdet. Lediglich bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren können Bindehautentzündungen auftreten. Laut Experten wird das Virus in Deutschland häufig bei wildlebenden Tauben nachgewiesen. Die Newcastle-Krankheit ist meldepflichtig und stellt ein erhebliches Risiko für die Tierbestände dar. Seit 1996 wurden in Brandenburg insgesamt vier Ausbrüche registriert.
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