USA und China

Welt befindet sich „an einem neuen Scheideweg“: Xi empfängt Trump in Peking

US-Präsident Trump spricht bei einem Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping von einer „Ehre“. Xi warnt vor der sogenannten „Thukydides-Falle“.

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Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) schüttelt dem US-Präsidenten Donald Trump in der Großen Halle des Volkes die Hand.

Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) schüttelt dem US-Präsidenten Donald Trump in der Großen Halle des Volkes die Hand.

© Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump ist von Chinas Präsident Xi Jinping in Peking empfangen worden. „Es ist mir eine Ehre, bei Ihnen zu sein. Es ist mir eine Ehre, Ihr Freund zu sein“, sagte Trump laut AP über Xi vor bei einem Treffen in der Großen Halle des Volkes. Die Beziehungen zwischen China und den USA würden „besser werden als je zuvor“.

Xi erklärte laut AFP, er sei „glücklich“, Trump zu empfangen, während die Welt sich „an einem neuen Scheideweg“ befinde. China und die USA sollten „Partner und keine Rivalen“ sein, eine Zusammenarbeit nutze beiden Seiten, so Xi.

Xi warnt vor „Thukydides-Falle“

Er warf zudem die Frage auf, ob beide Länder die sogenannte „Thukydides-Falle“ überwinden könnten, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Dabei handelt es sich um einen in der Außenpolitik gebräuchlichen Begriff für die Gefahr eines Konflikts, wenn eine aufstrebende Macht eine etablierte Macht herauszufordern droht.

„Können wir gemeinsam globale Herausforderungen meistern und der Welt mehr Stabilität verleihen? Können wir gemeinsam eine vielversprechende Zukunft für unsere bilateralen Beziehungen gestalten?“, fragte Xi laut Xinhua. „Das sind die Fragen unserer Zeit, die die Staats- und Regierungschefs der großen Länder gemeinsam beantworten müssen.“

Vor dem Gebäude am Tian’anmen-Platz wurde Trump AP zufolge mit Salutschüssen, beiden Nationalhymnen und Schulkindern empfangen, die US-amerikanische und chinesische Flaggen schwenkten. Begleitet wurde Trump unter anderem von Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie mehreren Konzernchefs, darunter Tesla-Chef Elon Musk, wie AFP berichtete.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bezeichnete Trump die mitgereiste Wirtschaftsdelegation als „die größten Geschäftsleute der Welt“. Kurzfristig hinzugekommen sei auch Nvidia-Chef Jensen Huang. Reuters berichtet, Trump habe Huang kurzfristig persönlich eingeladen. Damit könnten dem Bericht zufolge auch die bislang nicht an China verkauften H200-Chips von Nvidia auf der Tagesordnung stehen.

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Iran-Krieg und Taiwan dürften Themen werden

Bei den Gesprächen sollten nach AFP-Angaben unter anderem der internationale Handel, der Iran-Krieg sowie der Streit um Taiwan erörtert werden. China kritisierte zuletzt erneut geplante US-Waffenlieferungen an die demokratisch regierte Inselrepublik scharf. Peking betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets, während die USA Taiwan militärisch unterstützen.

Außenminister Rubio sagte dem Sender Fox News, die USA würden Peking auffordern, eine „aktivere Rolle“ bei der Lösung des Iran-Kriegs einzunehmen. Durch die faktische Schließung der Straße von Hormus seien die Energiepreise gestiegen, was auch chinesische Exporte belaste. China gilt als wichtiger Partner Teherans und kauft nach Schätzungen einen Großteil der iranischen Ölexporte.

Für den Abend war ein Staatsbankett geplant, am Freitag folgen laut AFP ein Arbeitsessen und die Heimreise. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Trump hatte China bereits während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht. (mit AFP)

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