Die Bauarbeiten für das erste deutsche LNG-Terminal in Wilhelmshaven haben am Montag begonnen. Das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg erteilte laut Betreiberfirma Uniper die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn.
Über dieses FSRU-basierte Terminal sollen schnellstmöglich bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter flüssiges Erdgas pro Jahr umgeschlagen werden. Dies entspricht etwa 8,5 Prozent des aktuellen deutschen Gasbedarfs pro Jahr. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Uniper streben eine Inbetriebnahme im Winter 2022/2023 an.
Erdgas kann im flüssigen Zustand besser transportiert werden als im gasförmigen Zustand. Deutschland könnte es aus anderen Ländern importieren und sich so unabhängig machen von russischen Gasimporten.
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Olaf Lies: „Aus der russischen Umklammerung befreien“
Niedersachsens Bauminister Olaf Lies sagte: „Wir brauchen schnellstens Ersatz für russisches Gas und dafür sind wir im Norden bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jeder Kubikmeter, den wir sparen, hilft uns, durch die nächsten Winter zu kommen, jeder Kubikmeter, den wir künftig über alternative Wege nach Deutschland importieren, hilft uns, uns schneller aus der russischen Umklammerung zu befreien.“ In Wilhelmshaven planen, genehmigen und bauen die Verantwortlichen das Terminal mit der achtfachen Geschwindigkeit.
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