Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Sachsen ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Im Jahr 2025 seien 13.133 Fälle erfasst worden, teilte das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) auf Anfrage mit. Das sind 2.660 Fälle weniger als im Jahr 2024 und der niedrigste Wert seit 2020. Die ermittelte Schadenssumme belief sich nach Angaben des LKA auf mehr als 20 Millionen Euro. Auch dies sei ein Rückgang um knapp vier Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei rund 14 Prozent und damit nahezu unverändert. Das LKA bezieht sich dabei auf Fälle, die von nicht allein handelnden Tatverdächtigen begangen wurden.
Die meisten Fahrräder wurden weiterhin im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig gestohlen. Dort entwendeten Täter im Jahr 2025 mehr als 6.600 Zweiräder – nach Angaben des LKA der niedrigste Wert der vergangenen Jahre. Der Schaden lag bei fast zehn Millionen Euro. Es folgen die Polizeidirektionen Dresden mit 3.608 und Chemnitz mit 1.324 Fällen.
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Auffällig ist die geringe Aufklärungsquote in den beiden Großstädten Leipzig und Dresden mit elf beziehungsweise zwölf Prozent. In allen anderen Polizeidirektionen lag die Quote bei über 20 Prozent. In Chemnitz wurde sogar mehr als jeder vierte Fall aufgeklärt.
Wirksamer Schutz durch hochwertige Schlösser
Einen wirksamen Schutz vor Fahrraddiebstahl sieht das LKA vor allem in hochwertigen Fahrradschlössern in „geprüfter Qualität“. Geeignet seien insbesondere massive Bügel-, Falt- und Kettenschlösser sowie Kabelschlösser, bei denen das Kabel etwa durch Edelstahlhülsen geschützt sei. Diese Schlösser hätten zwar einen höheren Preis, der sich aus polizeilicher Sicht aber auf jeden Fall lohne, sagte eine LKA-Sprecherin.
Das Fahrrad sollte immer mit Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einen festen Gegenstand wie Fahrrad-Ständer, Zaun oder Laternenmast angeschlossen werden. Empfohlen wird insbesondere das Anschließen in Kellern, Fahrradabstellräumen und Treppenhäusern. Aber auch die Öffentlichkeit schütze vor Diebstahl, wie es weiter hieß. An belebten Plätzen in der Innenstadt lässt sich das Fahrrad schlechter entwenden als auf einsamen Plätzen oder in schlecht einsehbaren Straßen.
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Bei Elektrofahrrädern sollten wertvolle Zubehörteile wie der Akku unbedingt mitgenommen werden, wenn das Rad abgestellt wird. Ohne Akku sei das Rad praktisch wertlos und uninteressant für Diebe. Andernfalls sollte man den Akku mit einem zusätzlichen stabilen Schloss gegen Diebstahl zu sichern. Experten empfehlen zudem, die Räder individuell mit einer Rahmen- oder Codiernummer zu kennzeichnen. Dies helfe, ein gestohlenes Rad zweifelsfrei zu identifizieren und seinem Besitzer zuzuordnen. Hilfreich sei außerdem ein Fahrradpass, in dem alle wichtigen Daten, wie Hersteller, Marke, Typ und Rahmennummer notiert sowie ein Foto des Fahrrads hinterlegt seien. (mit dpa)
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