Am 1. Mai wurde das diesjährige Berliner Theatertreffen eröffnet, aber bevor es um die Kunst gehen kann, muss es um Politik gehen: um gehaltene und nicht gehaltene Reden. In weniger aufgeheizten und polarisierten Zeiten fungiert der repräsentative Festivalrahmen als lästige Wichtig-popichtig-Deko von selbstgerechten Politikern und Kulturbetrieblern, schlimm genug. Gegenwärtig aber bekommt dieser Rahmen ein Gewicht, das sich wie eine bleierne Büroklammer um die Kunst legt.
Eigentlich ist die TT-Eröffnung im Berliner Festspielhaus, bei der die bundesrepublikanische Kulturelite Hof hält, ein Pflicht- und Routinetermin im Kalender eines Bundeskulturstaatsministers. Wolfram Weimer, der seit knapp einem Jahr als solcher amtiert und kontinuierlich Anlass zu Widerspruch und Kritik gibt, verzichtete auf Grußworte und Anwesenheit.
UPDATE
Theatertreffen
Wenn die Klimaanlage im Heimatmuseum summt: Das Berliner Theatertreffen wurde eröffnet
Die Gegenwart ist von Kulturkämpfen aufgeladen. Die beiden ersten Gastspiele geben konträre Antworten darauf: „Il Gattopardo“ aus Zürich und „Mephisto“ aus München.
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Don Fabrizio (Markus Scheumann) betrachtet des neureichen Bürgermeisters schöne Tochter Angelica (Mirjam Rast).
© Krafft/Angerer
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