Einheitsbilanz

Was schuldet der Osten dem Westen wirklich?

Der Westen droht, Transfers in den Osten zu stoppen, weil dort die falsche Haltung herrsche. Der Gedanke: Wer zahlt, darf bestimmen – wer nicht zahlt, soll schweigen.

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<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.berliner-zeitung.de/category/ostdeutschland">Den Ostdeutschen</a> wird pauschal ein „verdrehtes Bild der jüngeren deutschen Geschichte“ untergeschoben.

Den Ostdeutschen wird pauschal ein „verdrehtes Bild der jüngeren deutschen Geschichte“ untergeschoben.

© Christian Ohde via www.imago-images.de

In der FAZ, einem Leitmedium, wenn es um gesellschaftliche Debatten geht – allerdings fast ausschließlich aus westdeutscher Perspektive – wurde kürzlich ein Fass aufgemacht, das sich in etwa so zusammenfassen lässt:

Politikern aller in Ostdeutschland relevanten Parteien, von Linken, AfD und BSW bis zu ostdeutschen CDU- und SPD-Politikern, wird unterstellt, ein „ostdeutsches Sonderbewusstsein“ zu befeuern. Es handele sich dabei um ein Bewusstsein, das sich durch „Ablehnung, Auflehnung und Neid auf Westdeutschland und das damit verknüpfte ‚Establishment‘“ charakterisieren lasse.

Den Ostdeutschen wird pauschal ein „verdrehtes Bild der jüngeren deutschen Geschichte“ sowie die Verklärung der Rolle Russlands untergeschoben. So weit, so vorhersehbar – das ist der Ton, den die Ostdeutschen ohnehin kennen. Neu ist allerdings, dass dies direkt mit einer Ost-West-Verteilungsdebatte verknüpft wird.

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