Bio-Sicherheits-Labor

Wer kontrolliert das Bio-Labor des US-Militärs im pfälzischen Weilerbach?

Ein US-Biolabor nahe Ramstein, deutsche Behörden als Bauherr, aber keine klare Kontrollinstanz: Der Fall Weilerbach wirft heikle Fragen auf, denen die Bundesregierung ausweicht.

6 Min
In der Nähe des US-Stützpunktes in Ramstein lassen die USA ein Bio-Sicherheitslabor der Schutzstufe 3 erbauen: Doch bei Fragen, wer das Labor kontrolliert, bleibt die Bundesregierung auffallend vage.

In der Nähe des US-Stützpunktes in Ramstein lassen die USA ein Bio-Sicherheitslabor der Schutzstufe 3 erbauen: Doch bei Fragen, wer das Labor kontrolliert, bleibt die Bundesregierung auffallend vage.

© Arne Dedert

Es ist ein Bauvorhaben der Superlative: Auf einem 47 Hektar großen Gelände in der pfälzischen Gemeinde Weilerbach, in unmittelbarer Nachbarschaft zur US Air Base Ramstein, errichten die Vereinigten Staaten derzeit das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,83 Milliarden US-Dollar, Deutschland allein trägt nach jüngster Prognose des Amts für Bundesbau (ABB) anteilige Planungskosten von etwa 266 Millionen Euro. Eingebettet in diesen Klinikkomplex entsteht jedoch eine Einrichtung, deren bloße Existenz die Bundesregierung über Monate hinweg in Verlegenheit zu bringen schien: ein Biosicherheitslabor der Schutzstufe 3 (BSL-3), in dem hochinfektiöse Erreger der Risikogruppe 3 untersucht werden sollen – darunter fallen zum Beispiel Hantaviren, Coronaviren oder das Vogelgrippe-Virus H5N1.

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