Nach einem iranischen Raketenangriff auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien hat US-Präsident Donald Trump mit harten Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Zugleich stellte er eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Washington und Teheran in Aussicht.
„Wir werden sie hart treffen“, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News. „Sie werden eine Tracht Prügel bekommen“, fügte er nach Angaben der Financial Times hinzu.
Iran-Krieg eskaliert: USA und Saudi-Arabien greifen im Irak an
US-Militär meldet „versuchten Überraschungsangriff“
Zuvor hatte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando Centcom auf X mitgeteilt, die iranischen Revolutionsgarden hätten in einem „versuchten Überraschungsangriff“ ballistische Raketen auf US-Militäreinrichtungen in der Region abgefeuert. Diese seien abgefangen worden.
Iranische Medien berichteten Bloomberg zufolge, dass die Islamischen Revolutionsgarden als Reaktion auf „aggressive US-Aktionen“ einen Stützpunkt in Jordanien angegriffen hätten. Der staatliche iranische Nachrichtensender IRIB gab laut Bloomberg zudem an, die USA hätten einen Ort in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan angegriffen.
Gemeinsamer Militäreinsatz mit Saudi-Arabien
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters griffen die USA und Saudi-Arabien außerdem gemeinsam von Iran unterstützte Milizen im Irak an. Es handelte sich demnach um die erste größere US-Militäraktion in der Region, seit Trump die Luftangriffe gegen Iran Ende vergangener Woche ausgesetzt hatte.
Die irakischen Volksmobilisierungskräfte, vom Iran unterstützte paramilitärische Gruppen, teilten laut Reuters mit, mindestens 20 ihrer Mitglieder seien getötet und 32 verletzt worden. Washington und Riad begründeten die Angriffe mit Drohnenattacken auf saudische Ölanlagen, die vom Irak aus gestartet worden seien.
Ölpreis steigt deutlich
Nach Trumps Äußerungen zog der Ölpreis kräftig an. Die Preise waren laut Bloomberg gefallen, nachdem die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe zunächst ausgesetzt hatten. Diese Pause scheint nun beendet, und der Preis für Brent-Rohöl stieg laut Financial Times am Mittwoch um rund 7 Prozent auf knapp unter 90 US-Dollar pro Barrel.
Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin weitgehend blockiert. Ein Vorschlag Omans zur gemeinsamen regionalen Verwaltung der Meerenge wurde vom Iran zurückgewiesen, wie Reuters berichtet. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur, Iran wolle die alleinige Kontrolle über einlaufende Schiffe.
Trump stellte gegenüber Fox News dennoch weitere Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht. „Wir werden sie weiterreden lassen“, sagte er laut Bloomberg mit Blick auf mögliche künftige Gespräche.
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