Werk Hennigsdorf bedroht

Bombardier will Personal abbauen

Peter Kirnich
1 Min

BERLIN, 20. August. Der Bahntechnikhersteller Bombardier will trotz der Ankündigung eines deutlichen Stellenabbaus an allen deutschen Standorten festhalten. "Es besteht derzeit nicht die Absicht, eines der Werke zu schließen", sagte Bombardier-Sprecher Ulrich Bieger am Dienstag der "Berliner Zeitung". Bombardier-Transportation-Chef Pierre Lortie hatte am Montag einen Abbau von mindestens 500 Jobs angekündigt.Schleppende BestellpolitikIndes befürchtet der Betriebsrat des Bombardierwerkes Hennigsdorf, dass der Konzern die Produktion an dem Standort "komplett abbauen" will. Lortie hatte am Montag zwar gesagt, solche Pläne würden "derzeit nicht diskutiert", gleichzeitig aber betont, man solle Hennigsdorf "nicht zu sehr aus dem Blickwinkel der Produktion" sehen. "Für uns ist das ein klares Signal dafür, dass die Produktion aufgegeben werden soll", sagte der Betriebsratschef des Werkes, Michael Wobst. Bombardier leidet an der schleppenden Bestellpolitik der Deutschen Bahn, die Milliarden-Investitionen verschoben hat und die erhoffte Kaufoption auf 90 weitere Neigezüge nicht einlöst. Das trifft vor allem Hennigsdorf. "Wenn bis zum Jahresende bei uns keine der avisierten Bahn-Aufträge eingehen, sind bis zu 1 500 Arbeitsplätze gefährdet", sagte Wobst. (pk.)

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