Nach der erfolgreichen Willy Hermann-Ausstellung im letzten Jahr haben Ursula Hollop und Ursula Grosdidier mit der "Havelländischen Malerkolonie" eine weitere Ausstellung in das Kleine Haus der Künste geholt. Bei der Eröffnung am Wochenende war auch der Bischof der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber, unter den Gästen.Havelland - hinter diesem Begriff verbergen sich nicht nur das alte Spandau, Kladow oder Tegel, sondern auch viele kleine Orte und Dörfer wie Ferch, Werder und Caputh. Die urwüchsige und weite Landschaft mit ihren Seen, Wäldern und ihrem besonderen sanften Licht übte große Anziehungskraft auf Künstler und Intellektuelle aller Art aus, besonders Maler.Der Autor des Begleitbandes zur Ausstellung, Velio Bergemann, macht erstmalig den Versuch, Arbeiten von fast 250 Malern unter der Bezeichnung "Havelländische Malerkolonie" zusammenzufassen. Verbunden sind die Bilder allerdings in erster Linie durch gemeinsame Themen und nicht durch die Zusammenarbeit und Entwicklung der verschiedenen Künstler wie bei anderen Kolonien. Die Maler arbeiteten für sich und suchten oft Abstand von der Hektik der Metropole.Obwohl vor dem in Ferch lebenden Kurt Hagemeister (1848-1933) schon viele Maler an den Ufern der Havel verweilten, bezeichnet Bergemann ihn als "Initiator" der Havelländischen Malerkolonie: "Er war der erste, der die Havel aufsuchte und ihre Gewässer, ihre flachen Ufer und deren Pflanzen und Tiere fast ausschließlich zur Thematik seiner Malerei" gemacht habe. In der Ausstellung dominieren die Havel und ihre Seen, Bäume im weichen Abendlicht und auch die Kirchen des Havellandes als Motive der Landschaftsmaler. Die stilistische Bandbreite der Bilder, unter ihnen Werke des Potsdamers Heinrich Basedow und von Malern der Berliner Sezession wie Walter Leistikow und Ulrich Hübner, reicht vom Impressionismus bis zum dynamisch-expressiven Stil Franz Heckendorfs oder Hans Szyms. Die Bilder stehen zum Verkauf. Interessenten sollten nicht zu lange warten - die ersten Werke sind schon von Privatleuten erstanden worden. Die Ausstellung im Haus am Reformationsplatz 7 ist noch bis zum 17. März zu sehen. Öffnungszeiten: Montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr. +++
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]