36 Jahre nach dem Fall der Mauer dominieren westdeutsche Juristen die ostdeutsche Justiz nahezu vollständig. Was als vorübergehende Notmaßnahme des Einigungsprozesses begann, hat sich zu einem strukturellen Ungleichgewicht verhärtet – mit weitreichenden Folgen für Rechtsprechung, Legitimität und das Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat.
Elitenaustausch
Wenn westdeutsche Richter über ostdeutsche Schicksale entscheiden
Auch im 36. Jahr nach der Wiedervereinigung urteilen an ostdeutschen Gerichten fast ausschließlich Westdeutsche über Ostdeutsche. Wie konnte es so weit kommen?
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