Mit seinen mehr als 250 Religionsgemeinschaften ist Berlin europaweit die Stadt mit der größten weltanschaulichen Vielfalt. Das sagt jedenfalls Klaus Wowereit, und der sollte es wissen. Erst kürzlich reagierte er unwirsch auf den Vorwurf, Berlin sei eine gottlose Stadt. Wobei die besondere Qualität Berlins denn tatsächlich eher in der Vielfalt liegt, als in der Masse.
Fast zwei Drittel aller Berliner, etwa zwei Millionen Einwohner, fühlen sich keiner der diversen Religionsgemeinschaften zugehörig. In weiten Teilen der Gesellschaft ist die Säkularisierung so weit fortgeschritten, dass viele Menschen die christlichen Symbole, die unsere Kultur prägen, weder kennen noch verstehen gelernt haben – von den Glaubensinhalten anderer Religionen ganz zu schweigen. Feiertage böten einen schönen Anlass, das zu ändern. (fj.)
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