Noch ist Berlins größte Moschee eine Baustelle, aber Sehitliks Pracht verzaubert schon jetzt die Betrachter. Das Gebetshaus am Columbiadamm ist wie ein Traum aus Tausendundeiner Nacht. Die Außenfassade des Betonbaus wurde mit Naturstein und Marmor verkleidet, im Innern stehen Marmorsäulen, man sieht orientalische Fliesen mit religiösen Schriften, Portalen und Bögen. Fenster wurden mit aufwändigen Mosaiken verziert. Zurzeit sind Kunstmaler dabei, Decken und Wände zu verzieren. Dann wird ein großer Teppich verlegt. Darunter wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Etwa 1,5 Millionen Euro kostet der Bau, der überwiegend aus Spenden finanziert wird. Im Oktober, pünktlich zum Beginn des Fastenmonats Ramadan, will der Verein Ditib die Sehitlik-Moschee eröffnen. Dann können sich dort bis zu 1 200 Muslime zum Gebet versammeln. Die Männer im oberen Saal der Moschee, Frauen und Kinder im Erdgeschoss. Allerdings wird kein Muezzin von den Minaretten zum Gebet rufen. Ursprünglich sollte die Moschee im vergangenen Oktober eröffnen. Doch als herauskam, dass Kuppel und Minarette höher waren als genehmigt, stoppte das Bauamt die Arbeiten. Nach langen Verhandlungen einigten sich Bauherren und Bauaufsicht auf ein Bußgeld in Höhe von 80 000 Euro. Außerdem musste der Verein die Herkunft des Elfenbeins nachweisen, mit dem Türen verziert sind. ------------------------------Foto (3)
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