Erinnern Sie sich noch an das WM-Finale 1990? Als Deutschland in Rom gegen Argentinien einen Elfmeter zugesprochen bekam und nicht Lothar Matthäus an den Punkt schritt? Dabei war der Kapitän auch der etatmäßige Schütze, hatte im Viertelfinale gegen Tschechien den 1:0-Siegtreffer vom Punkt erzielt und auch im Elfmeterschießen im Halbfinale gegen England getroffen.
Matthäus aber fühlte sich an diesem Abend des 8. Juli 1990 nicht sicher genug, hatte nach eigener Aussage neue Schuhe an und wollte den Erfolg seiner Mannschaft nicht gefährden. Er überließ Andreas Brehme den Ball. Brehme traf. Deutschland wurde Weltmeister.
Elfmeterschießen
Wie Lothar Matthäus 1990: Was steckt hinter Leon Goretzkas Elfer-Zögern?
Hat sich Goretzka beim WM-Aus gedrückt? Der Vergleich mit Lothar Matthäus 1990 zeigt: Manchmal ist ein Verzicht kein Mutkarussell, sondern pure Größe.
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Leon Goretzka (l.) wollte nicht schießen, Jonathan Tah übernahm Verantwortung und scheiterte vom Punkt. Über beide Entscheidungen wird gerade heftig diskutiert.
© Bahho Kara/Imago
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