Hypochonder-Kolumne

Wie mir eine Krankheit half, bei einer Fahrt mit der Deutschen Bahn meine Selbstachtung zu wahren

Ein Areal im Gehirn sorgt dafür, dass Menschen negative Erfahrungen verdrängen. Deshalb zieht unser Kolumnist weiter die Bahn anderen Verkehrsmitteln vor.

3 Min
Ein ICE verlässt den Berliner Ostbahnhof.

Ein ICE verlässt den Berliner Ostbahnhof.

© Jürgen Ritter/imago

Es ist schon wieder passiert. Ich habe mir selbst eine Diagnose gestellt ­­– Kognitive Dissonanzreduktion. Und das kam so: Ich bin mit der Deutschen Bahn gefahren und war begeistert. Die Reise begann pünktlich. Die Mitreisenden verteilten sich in übersichtlicher Zahl auf die benachbarten Sitzreihen und verhielten sich rücksichtsvoll. Das Begleitpersonal versah vorbildlich seinen Dienst.

Ich hatte mich bei der Buchung mit dem Reisedatum vertan, hätte erst am kommenden Tag hin- und einen Tag später zurückfahren dürfen, wie mich eine reizende Bahnmitarbeiterin wissen ließ. Die Mitarbeiterin riet mir, die Reise über meine Bahn-App zu stornieren und neu zu buchen. Das alles mit geringem finanziellem Verlust.

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