Kriminalität

Wieder Tumult und Schlägerei in Berliner Freibad

Die Anlässe sind meist gering. Dann schaukeln sich die Situationen durch Beleidigungen hoch, bis geschubst und zugeschlagen wird. So schildern Konfliktschlic...

dpa
2 Min
ARCHIV - Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht.

ARCHIV - Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht.

© Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Die Jugendlichen flüchteten, Wachleute hielten aber einen 14-jährigen und einen 16-jährigen Jugendlichen fest. Bei der folgenden Auseinandersetzung verletzten sich der 16-Jährige und ein 24-jähriger Wachmann gegenseitig leicht. Die Polizei stellte die Personalien fest und benachrichtigte die Eltern. Am Sonntagnachmittag war es angenehm warm in Berlin, aber keineswegs heiß.

Im vergangenen Sommer war es mehrfach in verschiedenen Freibädern zu Streitereien und Tumulten zwischen Gruppen junger Männer und dem Wachpersonal gekommen. Die Polizei musste eingreifen. Das betraf das Neuköllner Columbiabad, das Olympiabad in Charlottenburg und das Bad am Insulaner in Steglitz. Einmal gingen Angreifer mit Schlagwaffen und Reizgas gezielt auf Wachleute los.

Die Bäder-Betriebe sprechen von Einzelfällen angesichts der vielen Bäder und Öffnungstage in einem langen Sommer mit Millionen Besuchern. In manchen Bädern beruhigen junge Konfliktlotsen des Projekts „Bleib cool am Pool“ an heißen Wochenenden die Gemüter in den Warteschlangen am Sprungturm, an der Rutsche und im Kinderbecken. Sie berichten, dass viele Randalierer bekannt seien, ein Hausverbot sei aber kaum zu kontrollieren, so dass es immer wieder zu Problemen mit denselben jungen Männern käme.

Rund 170 Wachleute von privaten Sicherheitsfirmen sind an heißen Wochenenden in den Berliner Freibädern im Einsatz. 1,5 Millionen Euro geben die Bäder dafür pro Jahr aus.

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