Aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien ist ein wertvolles Diamantcollier gestohlen worden. Zwei Tatverdächtige sollen am Donnerstagnachmittag eine Vitrine zerstört und daraus das Schmuckstück genommen haben, wie die APA und der Standard unter Berufung auf die Polizei berichteten.
Nach Darstellung der Polizei kamen die beiden Männer gegen 14 Uhr ins Museum und verhielten sich zunächst wie Besucher, berichtete die APA. Nach dem Diebstahl leitete die Polizei eine Fahndung ein, stellte Aufnahmen der Gesuchten bereit und veröffentlichte Angaben zu ihrem Aussehen.
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Schmuckstück mit 673 Diamanten
Laut Polizei sind die Männer zwischen 170 und 175 Zentimeter groß. Als weitere Merkmale nannte die Polizei dunkles Haar und einen dunklen Bart. Zum Zeitpunkt der Tat trugen die Gesuchten demnach schwarze Kleidung und Sportschuhe mit hellen Sohlen, berichtete der Standard.
Bei dem gestohlenen Schmuckstück handelt es sich um ein Collier von Van Cleef & Arpels. Das Museum selbst machte zunächst keine Angaben zu den Einzelheiten des gestohlenen Stücks. Auf der Website des Museums ist das Collier jedoch im Zusammenhang mit der aktuellen Ausstellung „Glanzstücke“ abgebildet, wie dpa berichtet. Dem Standard zufolge sind in dem Collier 673 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 200 Karat verarbeitet; das Schmuckstück besteht aus Platin.
Betroffene Ausstellung blieb zunächst geschlossen
Nach Angaben der dpa gehörte das Schmuckstück einst der ägyptischen Königin Nazli. Sie soll das Collier 1939 bei der Vermählung ihrer Tochter Fawzia mit dem damaligen iranischen Kronprinzen Mohammad Reza Pahlavi getragen haben, der später Schah des Iran wurde. Die dpa berichtete außerdem unter Berufung auf die Datenbank des Auktionshauses Sotheby's, dass das Collier 2015 bei einer Versteigerung in New York knapp 4,3 Millionen US-Dollar erzielte.
Die Ausstellung „Glanzstücke“ zeigt laut Museumswebsite rund 500 Objekte. Mehr als 300 davon stammen aus der Sammlung von Van Cleef & Arpels; hinzu kommen Werke aus der Sammlung des Museums.
Das MAK bestätigte den Diebstahl und teilte laut dpa mit, dass dabei keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Zu den laufenden Ermittlungen machte das Museum zunächst keine weiteren Angaben. Die betroffene Ausstellung blieb nach dem Vorfall zunächst geschlossen, während das übrige Museum geöffnet blieb, wie der Standard berichtete. (mit dpa)
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