Kommentar

Wieso die Linke siegte: Die Bürger schlucken das Brechmittel für eine üble Stadt

Der Souverän kann sich keine Partei backen. In Berlin gab es den Bruch mit der alten Kaste nur mit der Linkspartei. Die Stadt riskiert ihre Seele für den Neuanfang. Ist auch Demokratie.

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Immobilienkonzerne enteignen – auch mit unbezahlbaren Forderungen konnte die Linke punkten.

Immobilienkonzerne enteignen – auch mit unbezahlbaren Forderungen konnte die Linke punkten.

© Sebastian Gollnow/dpa

Vertrauen alle ihre Wähler der Linken? Nein. Glauben sie all ihren Versprechen? Sicher nicht. Wollen die Bürger, dass die Linke jeden einzelnen ihrer extremen Pläne umsetzt? Ebenso wenig. Aber die Berliner haben das einzige Instrument in die Hand genommen, mit dem sich die verkrustete Stadt aufbrechen lässt: die Linkspartei. Der Souverän kann sich keine Partei backen, er muss nehmen, was er kriegt. Die Berliner haben das Brecheisen aus Enteignungsverheißung, Antisemitismus und Polizeihass ergriffen und dem Establishment aus CDU und SPD, das sich seit jeher im Roten Rathaus abwechselt, den Laden zertrümmert.

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