Willy-Brandt-Platz: Der Bezirk Mitte hat keinen Bedarf

suz
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Eine große Mehrheit unserer Leser sprach sich gestern dafür aus, den "Platz vor dem Brandenburger Tor" in Willy-Brandt-Platz umzubenennen. Bis zum Abend hatten 264 Leser angerufen. 203 (77 Prozent) votierten für einen Brandt-Platz, 61 (23 Prozent) dagegen. Der Bezirk Mitte reagierte dagegen zurückhaltend. Es bestehe "kein Umbenennungsbedarf", sagte gestern Sprecherin Karin Rietz. Kurz nach dem Tod von Willy Brandt hätten die Bezirksverordneten von Mitte empfohlen, der damaligen Otto-Grotewohl-Straße (heute Wilhelmstraße) den Namen des SPD-Politikers zu geben, sagte Frau Rietz. Ein entsprechender Bezirksamtsbeschluß von 1993 liegt vor, dieser kann jedoch erst fünf Jahre nach dem Tod des Politikers im Jahr 1997 umgesetzt werden. CDU-Generalsekretär Dieter Ernst sagte gestern, seine Partei habe zu der vorgeschlagenen Umbenennung noch keine Meinung. "Willy Brandt soll aber sicherlich in dieser Stadt gewürdigt werden." +++

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