Willy-Brandt-Stiftung will bald ihre Arbeit aufnehmen / Dauerausstellung wird gezeigt

Einigung über die Räume im Rathaus

Daniela von Treuenfels
2 Min

SCHÖNEBERG Nach längeren Verhandlungen mit dem Bezirksamt steht nun fest, welche Räume im Schöneberger Rathaus der "Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung" zur Verfügung stehen. Um die Einrichtung kümmern sich bereits zwei Mitarbeiterinnen vor Ort.Schon bald wird jedem Besucher des Rathauses am John-F.-Kennedy-Platz klar sein, daß Willy Brandt einst dort gewirkt hat. Die Bundesstiftung, die das Andenken des verstorbenen Sozialdemokraten bewahren will, wird große Teile der Eingangshalle für sich beanspruchen. Die acht Mitarbeiter arbeiten dann in den Räumen der früheren Bürgerberatung und des Wahlamtes. Davor und im rechten Teil des Foyers wird eine Dauerausstellung gezeigt. Für die besonders wertvollen Exponate steht die Verwaltungsbücherei zur Verfügung.Auch das Bürgermeisterzimmer wollte die Stiftung ursprünglich haben - was beim Bezirksamt aber auf heftige Ablehnung stieß. Das antike Mobiliar wurde schließlich nicht nur von verschiedenen Regierenden, sondern davor auch von Schöneberger Bürgermeistern genutzt. Die Einrichtung ist fast komplett, so wie zu Zeiten des ersten Schöneberger Bürgermeisters Alexander Dominicus: zum Beispiel der Schreibtisch, ein runder Tisch mit den dazugehörigen Stühlen, der Leuchter oder ein Schrank mit Glastüren. Auch der Multivisionsraum wurde der Stiftung verwehrt. Er soll besonders für bezirkliche Gruppen und Vereine erhalten bleiben.Wann die Stiftung mit ihrer Arbeit beginnen wird, weiß noch niemand genau. "Unser Mitarbeiterstab ist noch nicht komplett", sagt Vorstandsmitglied Dieter Dowe. Derzeit würden noch Personalgespräche geführt. "Dann müssen sich Vorstand und Kuratorium noch auf die Spitzenleute einigen", so Dowe. Auch, was in der Ausstellung präsentiert werden soll, sei noch unklar. Erste Vorbereitungen laufen schon: "Zwei Mitarbeiterinnen sind bereits im Rathaus. Sie kümmern sich um die Einrichtung der Räume." Im Frühjahr nächsten Jahres werde es eine erste internationale Tagung geben. Das Thema steht noch nicht fest. +++

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