Jahrelang hatten Marie L. Mangin und ihr Mann denselben Traum: Sobald beide in Rente sind, soll ein Wohnmobil her. Gemeinsam wollten die US-Amerikaner auf große Roadtrips gehen, spontan anhalten, wo es ihnen gefällt, und die neu gewonnene Freiheit genießen. Ein Fehler.
Als Marie L. Mangin im vergangenen Jahr ebenfalls in den Ruhestand ging, schien der perfekte Zeitpunkt gekommen. Auf einer Automesse entdeckte das Paar einen kompakten Camper aus den 1990er-Jahren.
Das Fahrzeug lag im Budget, verfügte über eine kleine Küche und einen Generator – genau das, was sie sich vorgestellt hatten. Sie kauften den Camper noch vor Ort.
Heute sagen sie: Das war ein Fehler
Wie Marie L. Mangin bei Business Insider schreibt, begann die Ernüchterung schon bei der ersten Übernachtung. Das Wohnmobil war enger als gedacht, beide schliefen schlecht.
Das Ende des Caravan-Hypes – die Branche kämpft mit der großen Krise
Camping boomt in Sachsen, doch viele Plätze müssen nachrüsten
Beim zweiten Ausflug – einem viertägigen Musikfestival – zeigte sich endgültig, dass der Camper nicht zu ihrem Alltag passte. Gepäck, Kühlbox, Grill und Wasserkanister nahmen fast den gesamten Platz ein. Ihr Mann konnte im Fahrzeug nicht einmal aufrecht stehen, sie selbst stieß ständig mit dem Kopf gegen die Hängeschränke.
Hinzu kamen Mängel, die die Verkäufer verschwiegen hatten. Weder Generator noch Mikrowelle funktionierten, später folgten weitere Reparaturen. Mit Versicherung, Wartung und Stellplatz wurde der Camper immer teurer.
Das Paar hat den Verkäufern vertraut
Rückblickend bereut Mangin vor allem den spontanen Kauf. Das Paar habe den Aussagen der Verkäufer vertraut, statt das Fahrzeug gründlich überprüfen zu lassen.
Nach wenigen Monaten verkauften die beiden den Camper wieder – diesmal mit offenen Karten. Den neuen Besitzern schilderten sie nach eigenen Angaben sämtliche bekannten Mängel. Ihren Traum vom Reisen hat das Paar dennoch nicht aufgegeben. Was sie bereuen, ist nicht die Idee vom Roadtrip, sondern der überstürzte Kauf eines Wohnmobils.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]