Zum Trauern ist Kristina Müller noch nicht gekommen. Seit Monaten kämpft die 29-Jährige mit dem Sozialamt Reinickendorf um die Kosten der Bestattung ihrer Mutter. Die ist kurz vor Weihnachten mit 48 Jahren gestorben. Arm und alkoholkrank. Müller hatte ein enges Verhältnis zu ihr.
Was sie statt gemeinsamer Erinnerungen in den ersten Wochen dieses Jahres „ständig im Kopf“ hatte, waren die Kosten der Kühlung des Leichnams. Vorerst wurden sie von Vivantes übernommen. Das hatte sie sich bestätigen lassen.
Sozialamt
Bürokratischer Albtraum im Sozialamt Reinickendorf: Tochter kann Bestattung für Mutter nicht bezahlen
Irres Verfahren: Kristina Müller hat beim Sozialamt Reinickendorf die Kosten der Bestattung ihrer Mutter beantragt. Seit Monaten telefoniert sie nun hinterher.
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„Leben am Minimum“: Kristina Müller in der Familienwohnung.
© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung
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