Zur Fachtagung stellten sich Referenten des Bundesverbandes der Immobilien sowie Wohnungs- und Beratungsunternehmen die Frage, wie die Grenzstadt in Zukunft für Investoren attraktiver werden könnte. Frankfurt (Oder) ist vor allem wegen seiner Nähe zur polnischen Grenze bekannt. „Ich sage jetzt Tesla Valley, weil wir eine Stadt sind, wo auch viele Tesla-Mitarbeiter wohnen“, sagte Prusa dem RBB.
Erste Bäume für neuen Bahnhof Fangschleuse an Tesla-Fabrik gefällt
Zur besseren Anbindung Tausender Tesla-Beschäftigter soll der Bahnhof Fangschleuse an der Strecke Berlin–Frankfurt (Oder) näher ans Werk verlegt werden. Dafür wurden nun die ersten Bäume gefällt. Das Eisenbahn-Bundesamt teilte mit, es habe auf Antrag der Deutschen Bahn am 19. Oktober eine vorläufige Anordnung für eine vorgezogene Fällung von Bäumen erlassen.
Mit der Rodung soll der Bau des Bahnhofs vorbereitet werden. Die neue Station soll 2026 in Betrieb gehen. Reptilien wie Zauneidechsen und Schlingnattern sollen vor Baubeginn umgesetzt und Waldameisen-Nester umgesiedelt werden.
Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, dass am neuen Standort des Bahnhofs Fangschleuse vier Gleise für den Güterverkehr errichtet werden sollen, um den Industriestandort Grünheide weiter zu erschließen. Zudem werden rund 220 Meter lange Bahnsteige gebaut, sodass auf der Linie RE1 auch längere Züge zum Einsatz kommen sollen.
Brandenburg will von Tesla Nachbesserungen bei Antrag zu Ausbau
Derzeit hofft Tesla beim geplanten Ausbau seines Werks in Grünheide bereits im ersten Halbjahr 2024 auf eine erste Teilgenehmigung. Dafür soll der Elektroautobauer den Antrag zum Ausbau seiner Fabrik auf Wunsch des Landes Brandenburg teilweise nachbessern. Tesla sei zu einzelnen Punkten gebeten worden, die Antragsunterlagen nachzubessern oder zu ergänzen, teilte der Sprecher des Landesumweltamtes, Thomas Frey, am Mittwoch mit. Dabei gehe es zum Beispiel um den Nachweis, dass die Stickstoffbelastung im EU-Natur- und -Landschaftsschutzgebiet wie von Tesla behauptet unbedenklich sei.
Zudem teilte die Behörde mit, die Kritik aus der Anhörung zum geplanten Ausbau werde in die Prüfung der Genehmigung mit einfließen. „Alle Behörden nehmen sich die Zeit, die sie brauchen, um die vorgetragenen Einwendungen zu prüfen und Stellungnahmen zu fertigen“, sagte der Sprecher des Landesumweltamtes. „Daraus wird am Ende der Bescheid formuliert.“ Einen Zeitplan dafür gibt es bisher nicht.
Das Unternehmen will die Produktion von angepeilten 500.000 Autos im Jahr auf eine Million im Jahr verdoppeln. Derzeit werden nach Angaben von Tesla aber nur rund 250.000 Fahrzeuge im Jahr produziert. In Grünheide arbeiten etwa 11.000 Beschäftigte, mit dem Ausbau sollen es 22.500 werden. Umweltschützer haben Bedenken, weil das Gelände teils in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das Unternehmen stellt für den Ausbau Anträge in drei Teilen auf umweltrechtliche Genehmigung beim Land Brandenburg.
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