Deutschland hat die bereits im Osten und Süden laufenden Grenzkontrollen wie angekündigt auf die Landesgrenzen im Westen ausgeweitet. Damit kontrolliert die Bundespolizei seit Montag nicht mehr nur die Übergänge zur Schweiz, zu Österreich, Tschechien und Polen, sondern auch die Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich.
Im letztgenannten Nachbarland sieht man die Maßnahme eher skeptisch bis verwundert. Die Bürgermeisterin der Grenzstadt Straßburg, Jeanne Barseghian, sagte, Deutschland sende damit eine „falsche Botschaft“. Sie sei für ein „offenes Europa der Solidarität, das seine Grundwerte nicht verleugnet, zu denen auch die Freizügigkeit gehört“.
Grenzkontrollen zu den Nachbarländern
„Das wird nichts bringen“: So sieht Frankreich die deutschen Grenzkontrollen
Seit Montag kontrolliert die Bundespolizei auch an der Grenze zu Frankreich. Dort bewertet man die Maßnahme kritisch.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Kontrolle an der Grenze zwischen Straßburg und Kehl am Rhein
© Michael Probst/AP
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*