Staatsschulden

Schulden, Staat und Klassenkampf: Das Streitgespräch, das die Debatte sprengt

Soll der Staat Schulden machen? Ein Marxist, ein Keynesianer und ein Libertärer antworten – und widersprechen sich in allem.

Florian Warweg Alexander Angierski
13 Min
Staatsschulden: Notwendigkeit oder Tor zur Hölle? Keynesianer, Marxisten und Libertäre kommen bei dieser Frage zu ganz unterschiedlichen Schlüssen.

Staatsschulden: Notwendigkeit oder Tor zur Hölle? Keynesianer, Marxisten und Libertäre kommen bei dieser Frage zu ganz unterschiedlichen Schlüssen.

© Pete Reynolds für Ostdeutsche Allgemeine

Drei Ökonomen, drei Weltbilder, dieselbe Frage: Soll der Staat Schulden machen? Heiner Flassbeck, Deutschlands prominentester Keynesianer und ehemaliger Chefökonom der UN-Handelskonferenz UNCTAD, sagt: Es kommt drauf an – aber wenn sonst niemand investiert, muss der Staat ran.

Ingar Solty, marxistischer Politökonom an der Rosa-Luxemburg-Stiftung, hält dagegen: Die Frage sei falsch gestellt – der Staat macht Schulden, entscheidend sei nur, in wessen Interesse.

Und Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig-von-Mises-Instituts und Vertreter der Österreichischen Schule, urteilt: Staatsschulden sind ein Übel – jede einzelne ein Schritt in Richtung Unfreiheit. Drei Antworten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein Streitgespräch, das zeigt, warum „alternativlos“ das gefährlichste Wort der Wirtschaftspolitik ist.

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