Das gebührenfreie Studium gilt als bildungspolitisches Aushängeschild Deutschlands. Öffentliche Hochschulen, finanziert aus Steuermitteln, offen für Talente – unabhängig von Geldbeutel und Herkunft. Dieses Selbstverständnis gehört zur Identität der Republik. Doch es hat eine wenig diskutierte Kehrseite. Während Deutsche im Ausland oft mehrere tausend Euro Studiengebühren pro Jahr zahlen, können viele junge Menschen aus anderen Ländern hierzulande nahezu kostenfrei studieren. Hinter der politischen Erzählung vom offenen Bildungsstandort verbirgt sich ein Geschäftsmodell, dessen Potenzial Deutschland bislang unzureichend nutzt.
Studiengebühren
Wirtschaftsfaktor in Milliardenhöhe: So viel Geld könnte Deutschland mit internationalen Studenten einnehmen
Während andere Länder internationale Studenten als Einnahmequelle betrachten, bleibt das Studium in Deutschland weitgehend gebührenfrei. Dabei ist das Potenzial enorm.
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Universität Köln: Begrüßung der Erstsemester, 2017
© Christoph Hardt
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