Großbritannien

Johnson vergleicht Putin mit „fettem Jungen“ aus Charles Dickens-Roman

Der britische Ex-Premier teilte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegen den russischen Präsidenten aus.

Team News Eva Maria Braungart AFP/Eva Maria Braungart
2 Min
Boris Johnson, ehemaliger Premierminister von Großbritannien.

Boris Johnson, ehemaliger Premierminister von Großbritannien.

© AP/Frank Augstein

Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit der Figur des „fetten Jungen“ in einem Roman von Charles Dickens verglichen. Putin wolle mit seinen Drohungen zum Einsatz von Atomwaffen erreichen, „dass es uns kalt über den Rücken läuft“, sagte Johnson auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Donnerstag. Dies sei jedoch „Unsinn“, befand Johnson. Putin werde keine Atomwaffen einsetzen.

Der „fette Junge“ ist eine Figur aus Dickens' erstem Roman „Die Pickwickier“ („The Pickwick Papers“). Darin scheint der erwähnte Junge Vergnügen daran zu empfinden, einer alten Dame einen Schrecken einzujagen, indem er ihr sagt: „Ich will, dass es Ihnen kalt über den Rücken läuft.“

Johnson fordert Waffenlieferungen für Ukraine

Putin wolle hinsichtlich des Einsatzes von Atomwaffen erreichen, „dass wir darüber nachdenken“, sagte Johnson. Doch er werde „dies niemals tun“. Als Begründung führte der britische Ex-Premier an, dass die westlichen Sanktionen Putin bereits wirtschaftlich gelähmt hätten. Bei einem Einsatz von Atomwaffen würden sich auch noch China und Indien gegen Russland wenden, sagte Johnson.

Johnson, der im Juli nach einer Reihe von Skandalen zurückgetreten war, war während seiner Amtszeit einer der wichtigsten Verbündeten für die Ukraine. In Davos forderte Johnson, die westlichen Länder sollten sich weniger auf Putin konzentrieren und mehr darauf, Kiew Waffen zu liefern. „Sie werden gewinnen. Wir müssen ihnen dabei helfen, so schnell wie möglich zu gewinnen“, sagte Johnson.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Über weitere Waffenlieferungen an die Ukraine wird derzeit auch in Deutschland diskutiert – besonders über die Lieferung von Leopard-Panzern. Am Donnerstag traf US-Verteidigungsminister Lloyd Austin auf seinen deutschen Kollegen Pistorius. Am Freitag fahren sie weiter zur US-Basis Ramstein.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner