Die Hansestadt Wismar begeht am Wochenende erneut ihr traditionelles Schwedenfest und erinnert damit an die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur schwedischen Krone. Die offizielle Eröffnung findet am Freitag um 16.00 Uhr statt, wie die Veranstalter mitteilten.
Die Veranstalter rechnen bis Sonntag mit rund 100.000 Besuchern. Geboten wird eine Mischung aus historischem Heereslager, Musik und Marktständen. Auf insgesamt fünf Bühnen in der Altstadt und am Hafen finden Kulturprogramme und Konzerte statt, an denen sich auch schwedische Künstlerinnen und Künstler beteiligen.
Historische Wurzeln im Dreißigjährigen Krieg
Hintergrund des Festes ist die schwedische Herrschaft über die mecklenburgische Hansestadt, die im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) begann. Damals nahmen schwedische Truppen Wismar ein. Mit dem Friedensvertrag von Osnabrück 1648 fielen die Stadt, die vorgelagerte Insel Poel sowie einige umliegende Ämter offiziell an Schweden.
Diese Zugehörigkeit hielt über anderthalb Jahrhunderte an. Erst 1803 wurden Wismar und Umgebung an das Herzogtum Mecklenburg verpfändet. Die endgültige Übergabe erfolgte weitere 100 Jahre später.
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