Hinterbliebenenrente

Witwenrente ab 1. Juli: Warum in Berlin ausgerechnet die arbeitenden Witwen draufzahlen

Zum 1. Juli steigen die Renten um 4,24 Prozent – und vielen Witwen bleibt trotzdem weniger. Wer in Berlin weiterarbeitet, verliert. Über ein Anrechnungssystem, das Fleiß bestraft.

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Für viele Witwen in Berlin entscheidet jeder Euro, ob die Wohnung noch zu halten ist – ab 1. Juli zählt die Einkommensanrechnung mit. (Symbolbild)

Für viele Witwen in Berlin entscheidet jeder Euro, ob die Wohnung noch zu halten ist – ab 1. Juli zählt die Einkommensanrechnung mit. (Symbolbild)

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der 1. Juli ist für Berlins Witwen ein Tag mit doppeltem Boden. Laut Deutscher Rentenversicherung steigen die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent, der aktuelle Rentenwert klettert von 40,79 auf 42,52 Euro, aus 1000 Euro Hinterbliebenenrente werden 1042,40 Euro brutto. Bei einem Teil der Betroffenen landet im Briefkasten trotzdem ein Bescheid, der unterm Strich weniger ausweist. Nicht wegen der Erhöhung, sondern wegen der Einkommensanrechnung. Und die trifft in einer teuren Stadt wie Berlin genau die, die nach dem Tod ihres Mannes weitergemacht haben: an der Kasse, in der Pflege, im Büro, halbtags.

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