Die Russische Föderation ist auf jedes Szenario vorbereitet, auch auf einen militärischen Zusammenstoß mit der Nato, aber niemand will ein solches Ergebnis. Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Samstagabend, bei einem Treffen mit russischen Journalisten im Kreml, nach dem zweitägigen Russland-Afrika-Gipfel.
„Wir sind immer auf jedes Szenario vorbereitet. Aber niemand will das. Und auf Initiative der amerikanischen Seite haben wir einst einen besonderen Mechanismus geschaffen, um diese Konflikte zu verhindern“, zitiert Gazeta.ru den russischen Präsidenten. „Hier kommunizieren unsere Leiter bestimmter Abteilungen direkt miteinander und haben die Möglichkeit, sich in jeder Krisensituation zu beraten.“
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Anfang des Monats berichtete das amerikanische Nachrichtenportal NBC, dass eine Gruppe von ehemaligen hochrangigen Beamten der USA offenbar geheime Gespräche über den Krieg in der Ukraine mit Russen geführt hat, die dem Kreml nahestehen sollen. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow soll bei einem der Treffen dabei gewesen sein. Ein Dutzend Personen, die von den Gesprächen wussten, hätten dies bestätigt.
Bei seinem Treffen mit den Journalisten erwähnte der Kremlchef mehrere Punkte der Afrikanischen Friedensinitiative für die Ukraine und versicherte, dass einige davon bereits umgesetzt würden. „Die Initiative selbst ist wie jede andere Friedensinitiative gut, weil sie auf eine friedliche Lösung des Konflikts abzielt“, sagte Putin. „Aber es gibt Dinge, die schwer umzusetzen oder nicht realisierbar sind. Einer der Punkte ist zum Beispiel ein Waffenstillstand. Wir können das Feuer nicht einstellen, wenn sie uns angreifen“, bemängelte er.
In seiner Abschlussrede auf dem Russland-Afrika-Gipfel am Freitag, erklärte der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Azali Assoumani, dass die von Putin vorgeschlagenen Maßnahmen, z.B. die Lieferungen kostenlosen Getreides an Afrika, nicht ausreichten und stattdessen ein Waffenstillstand in der Ukraine erforderlich sei. „Der russische Präsident hat gezeigt, dass er bereit ist, uns im Bereich der Getreidelieferungen zu helfen“, sagte Assoumani. „Ja, das ist wichtig, aber es reicht vielleicht nicht ganz aus. Wir müssen einen Waffenstillstand erreichen.“
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